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Die Stadt Mendoza ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und die Wichtigste im Westen Argentiniens. Am Fuße der Andenkordillere gelegen, inmitten einer von den Flüssen Mendoza und Tunuyán bewässerten fruchtbaren Oase, ist sie eine der bevorzugsten Reiseziele dank ihrer abwechslungsreichen und interessanten Möglichkeiten in diesem Bereich.
Man kommt nach Mendoza aufgrund seiner Weinkellereien, der guten argentinischen Küche, den Anden, den gastfreundlichen Bewohnern, Einkäufen und günstigen Preisen.
Es gibt viele hunderte von Weinkellereien in einem Umkreis, den man mit dem Auto erreichen kann, bei den meisten nur ein Anruf genügt, und das Besondere hier ist der Malbec. Die Hochkordillere der Anden liegt ein bisschen weiter, aber auf der Landstraße 7 kann man einen großartigen Ausflug bis zur Grenze mit Chile machen. In der Nähe des Grenzpasses hat man einen Ausblick auf den Aconcagua, der nach dem Himalaya das weltweit höchste Bergmassiv bildet. Die Anden bieten ein Freilichtunterhaltungszentrum, wo man Ski, Trekking, Raffting und andere Abenteuer-Tourismus-Aktivitäten machen kann.

Geschichte  Klima Bevölkerung  •  Architektur & Stadtbau  •  Sprache  •  Religion  •  Währung  •  Verfassung & Regierung •  Zwei historische Gedenktage  • Nationale Symbole  •  Zeitzone  •  Einreisepapiere  • Mehrwertsteuer  •  Zahlungsweisen  •  Öffnungszeiten  •  Trinkgeld  •  Anreise

 

Geschichte

Land geschichtlicher Traditionen, sind in Mendoza zahlreiche Gedenkstätte des sanmartinianischen Epos erhalten, so der „Cerro de la Gloria“, das „Plumerillo-Lager“, der San-Martín-Park und die Museen, die den Aufenthalt dieser geschichtlichen Persönlichkeit in Mendoza urkundlich bezeugen.
Bei Ankunft der Spanier, lebten im Nord-, Nordwesten und im Uco-Tal die einheimischen Huarpes, die Incas am Mendoza-Fluss und im Uspallata-Tal, und die Puelches südlich des Mendoza-Flusses. Später, zwischen dem XVIII. und XIX. Jahrhundert ziehen die Pehuenches ein, vor allem ins südliche Malargüe.

Besonders zu erwähnen sind die Huarpes, da sie im Huentota-Tal, dem heutigen Stadtgebiet, ein Bewässerungsnetz entwickelt hatten, dass ihnen erlaubte, Kartoffeln und Mais anzubauen. Dieses einfallsreiche System fanden die Spanier vor, später nannten sie es “Dique de la toma de los españoles” (der spanische Wasseranschluss-Damm)
Die Huarpes waren ein friedliches, sesshaftes Bauernvolk. Sie waren mit einem knielangem Hüftenschurz und einem Umhang, der vorn mit einem Kaktusdorn befestigt wurde, bekleidet. Manche Frauen verzierten ihre Kleidung auch mit Guanacofellen, die sie um die Schultern oder um die Taille legten. Auch trugen sie lange Ketten.

Am 2. März 1561 gründet Pedro del Castillo die Stadt und giba ihr den Namen Mendoza zu Ehren des Governeurs von Chile, Don García Hurtado de Mendoza.
Am 28. März 1562 versucht eine neue Expedition unter der Führung des Hauptmanns Juan Jufré das von Del Castillo errichtete zu vernichten und verlegt die Stadt „zwei Büchsenschüsse weit“ südöstlich, in der Meinung, einen angemesseneren Standort gefunden zu haben und tauft sie erneut, nun als „Resurrección – Provincia de Huarpes“. Im Laufe der Zeit griff man aber wieder zu dem Namen Mendoza zurück.
Die Ansiedlung der Spanier, die im Allgemeinen in Chile lebten, war mühevoll. Vier Jahre nach der Gründung Mendozas waren nur noch 12 Spanier übriggeblieben. Der Governeur von Chile nahm drastische Maßnahmen, er entzog den „encomenderos“ (Bevollmächtigen) die Geldmittel, wenn sie sich nicht ansiedelten und so wuchs der Ort langsam an. Im Jahr 1600 zählte man ca. 80 spanische Einwohner.
Die Bereitwilligkeit und Friedfertigkeit der Eingeborenen machte es möglich, dass die „encomenderos“ sich einlebten, aber manche Spanier führten jene nach Chile, womit die Arbeitskräfte einbüßt wurden und sie dann durch Sklaven ersetzt werden mussten.


 

Zwei Jahre nach der Gründung bekommt das “Cabildo” (Gemeinderat) den Auftrag, die Ländereien zuzuteilen. So entstehen die ersten kleinen Landgüter und Gemüsegärten um die Stadt.
Ab da und bis zum XVIII. Jahrhundert beginnt die Bekehrungs- und Kulturtätigkeit der Jesuiten und im darauffolgenden Jahrhundert werden sich eine Reihe von politischen und verwaltungsbezogenen Änderungen vollziehen, die die zukünftige Entwicklung der Region beeinflussen.
Die landwirtschaftliche Produktion, von der die Chronik und die Reisenden im XVI. Jahrhundert Kunde leisten, wird im XVII. und XVIII. Jahrhundert welter entwickelt.
Wir haben auf die Anfänge der Landwirtschaft in den einfachen, von dem von Eingeborenen angelegtem Wassernetz bewässerten Landgütern und Gemüsegärten hingewisen. Mit der Ausbreitung der Anpflanzungen werden neue Wassergräben gezogen und Mitte des XVIII. Jahrhunderts sind es schon dreiundachtzig, die von den Mendoza und Tunuyän-Flüssen abgeleitet werden.

1776, mit der Gründung des Vizekönigreiches am Rio de la Plata, ändert sich die politische Struktur und seit dem Jahre 1783 gehört nun Cuyo dem Regierungsbezirk Córdoba del Tucumán unter der Regierung des Governeurs-Verwalters Marquis Sobremonte an.
Erst 1788 konnte am Fluss ein Bewässerungswerk in Betrieb genommen werden. Die Landwirtschaft und Viehzucht betreibende Bevölkerung entwickelt nun bedeutende industrielle Tätigkeiten. Weine, Branntweine, Trockenobst, Mehl und Öl sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse.
Anfang des XVIII. Jahrhunderts verzweigte Mendoza seinen Handel zu anderen Provinzen. Wein, Branntwein und Oliven wurden nach Buenos Aires geliefert. Zu dieser Zeit fand der Transport per mit Tierhäuten bespannten und seitlich mit Rohr oder Stroh abgedeckten Holzkarren statt.
1813 wurde die Landesregierung Cuyo geschaffen und General José de San Martín Governeur ernannt.

In Mendoza begannen im XIX. Jahrhundert die Vorbereitungen für General San Martins Freiheitsfeldzüge, dank denen man die Unabhängigkeit von Spanien erreichen würde und so eine stärkere Selbstverwaltung.
Im Januar 1817 verließ San Martín Mendoza und überquerte mit seinem Heer die Anden um Chile und Peru zu befreien.
Vom Erdbeben am 20. März 1861 zerstört, wurde sie aufgebaut und im Laufe der folgenden hundert Jahre entwickelte sie sich zu Cuyos regionaler Metropole, führend in Handel, Industrie, Finanzen und Kultur.

 

 

Klima

Das Klima der Region ist mild, obgleich die Bergnähe ihr einen gewissen Trockenheitsgrad verleiht. Die Sommertemperatur schwankt zwischen 18 und 33 ºC, tagsüber ist es warm und die Nächte sind frisch. Im Winter ist die Mindesttemperatur 3ºC und die Höchsttemperatur 16ºC.

Bevölkerung

Argentinien zählt ca. 36 Millionen Einwohner, die Gesamtbevölkerung der Provinz Mendoza 1.700.000, von denen 800.000 im Großgebiet von Mendoza leben. So ist sie die viertgrößte Ansiedlung Argentiniens, mit einer Dichte von 13 Bewohnern pro Quadratkilometer. 95% der Bevölkerung ist weiß, größtenteils von Italienern und Spaniern abstammend.

Architektur und Stadtbau

Die Architektur Mendozas besitzt keinen bestimmten Stil, aber man könnte sagen, das er zur Moderne gehört, da nach dem Erdbeben von 1861, die gesamten Gebäude wieder aufgerichtet werden mussten oder ab 1870 die neue Stadt Mendoza gebaut wurde. In der Stadtmitte überschreiten die Gebäude nie acht oder zehn Stockwerke, da ein beträchtliches Erdbebenrisiko besteht. Die auf seismische Festigkeit berechnete Bauweise benutzt mehr und stärkere Stahlbewährung als im Normalfall, auch bei Ziegelbau und Stahlbeton.
Die Stadt ist klar angelegt un alles, was kennenswert ist, kann man zu Fuß erreichen. Gut und reich bepflanzt, werden die Bäume dank eines Wassergräbennetzes (acequias), die man auch am Wegrand findet, ausreichend bewässert. Um den Mittelpunkt der Stadt, dem Independencia-Platz entfaltet sich die Stadt. Da geht eine Fußgängerpromenade ab, die Avenida Sarmiento und vier Straßen weiter kommt man zur Arístides Villanueva und Las Heras, dem Bank- und Geschäftsviertel. Es gibt viele Bars, wo man auch im Freien sitzen kann, vor allem in der Peatonal Sarmiento, der Fußgängerpromenade, Avenida Colón und Arístides Villanueva, wo die Gehsteige breit, bequem, sauber sind und zum Spazierengehen einladen.

Sprache

Die amtliche Sprache Argentiniens ist Spanisch und in Mendoza wird Englisch meist sehr gut von Handels- und Geschäftsleuten verstanden. In den Mittelschulen ist Englisch Pflichtfach.

Religion

Obwohl Glaubensfreiheit besteht, ist der römisch-apostolische Katholizismus Staatsglaube. In Argentinien werden auch die evangelische, jüdische, muslim, orthodox griechische und russische, sowie andere Religionen ausgeübt.

Währung


Der Peso ist die offizielle Währung in Argentinien. Es gibt Scheine zu 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Pesos und Münzen zu 1 - 0,5 - 0,10 - 0,25 y 0,50 Cents. Der argentinische Peso hat einen freischwankenden Kurs und hat in den letzten Jahren seine Stabilität bewahrt. Zur Zeit steht der Peso bei $ 3.20 je U$.

 

 

Verfassung und Regierung

Argentinien hat 23 Provinzen und einen Bundesbezirk, die Stadt Buenos Aires. Die Staatsverfassung sieht eine parlamentarische, republikanische und bundesrechtliche Regierung vor, in exekutive, legislativ und richterliche Gewalt gegliedert. Der Exekutiv wird von einem Präsidenten und einem Vizepräsidenten während einer vierjährigen Amtszeit ausgeübt, sie können nur einmal wiedergewählt werden. Die legislative Gewalt besteht aus einer Senatoren- und einer Depütiertenkammer und schließlich, besteht die richterliche Gewalt aus dem Obersten Gerichtshof.

Zwei historische Gedenktage

Der 25. Mai 1810. Man gedenkt der ersten Regierung am Rio de la Plata.
Der 9. Juli 1816. Unabhängigkeitserklärung..

Nationale Symbole

Die argentinische Flagge besteht aus drei horizontales Feldern: hellblau, weiß, hellblau. Die Landesblume ist der Ceibo und der -stein, der Rhodochrosit.

Zeitzone

Argentiens einzige Zeitzone ist minus 4 Stunden GMT.

Einreisepapiere

Zur Einreise in Argentinien benötigt man einen Pass. Das Visum hängt von der Staatsangehörigkeit des Reisenden ab. Man empfiehlt sich bei der nächstgelegenen Botschaft oder dem Konsulat zu erkundigen. Abgesehen von den Nachbarländern sind die Einreisen und Reiseartikel gebührenfrei, neue Artikel bis zu US$ 300 und zusätzlich US$300, wenn sie in den landesinneren duty-free Geschäften gekauft worden sind. Impfen werden bei der Einreise nicht verlangt.

Mehrwertsteuer

Auf dem Flughafen wird der Mehrwertsteuerbetrag jedes gekauften Artikels rückgezahlt, dessen Preis höher als $ 70 ist.

Zahlungsweisen

Obwohl USA-Dollar meist angenommen werden, kann man die restlichen Währungen in den meisten Banken und genehmigten Wechselstuben umtauschen.Die angenommenen Kreditkarten in Handlungen und Geschäften sind American Express, Visa, Diners und Master Card. Es ist möglich bein Einzuwechseln von Reiseschecks außerhalb von Buenos Aires auf Schwierigkeiten zu stoßen.

Öffnungszeiten

Wie in anderen argentinischen Städten ist die Siesta ein wichtiger Bestandteil des Werktages. Meistens öffnen die Geschäfte und auch Restaurants um 9 Uhr morgens und schließen zwischen 1 und 2 Uhr nachmittags, um gegen 4:30 bis 5:00 Uhr nachmittags bis 9:00 Uhr abends zu öffnen. Wenn Sie aus einem Land kommen, wo die Siesta nicht üblich ist, kann es schon vorkommen, dass Ihren Ess- und Einkaufsgewohnheiten ein bisschen gestört werden.
Die Restaurants beginnen sich ab 10 Uhr abends zu füllen und haben gegen 11 Uhr abends Hochbetrieb. Wir empfehlen Ihnen ein kleines Frühstück zu nehmen, gegen 1 bis 2 Uhr nachmittags Mittag zu essen und dann gegen 9 Uhr abends ein Restaurant aufzusuchen, um vor dem üblichen 10-Uhr–Ansturm ein gemütliches Abendessen zu genießen.


Trinkgeld

Geht in Restaurants und Cafeterias von 10% bis 15% des Gesamtbetrags der Ausgabe. Auch gibt man manchmal den Hausmeistern, Gepäckträgern und Sitzplatzanweisern in Theatern und Kinos ein Trinkgeld.

 

 

Anreise

Die Zufahrtsstraßen nach Mendoza sind:

Über Santiago de Chile.
Über Buenos Aires
Vom Süden her (Bariloche und anderen Städten)
Vom Osten her (Iguazú, Rosario, San Luis, Córdoba und anderen Städten)
Vom Norden her (Jujuy, Salta, Tucumán, Catamarca, und anderen Städten).

Von Santiago de Chile bis zur Hauptstadt Mendoza sind es 330 km. Auch hier kann man den Luft- oder den Landweg wählen. Der Flug über die Anden bietet einen unglaublich schönen Anblick auf die höchsten Andengipfel: Aconcagua, Mercedario und Tupungato. Der Flug dauert nur 45 Minuten, ist eine Augenfreude und bedeutet auch großes Zeitersparnis.

Auf dem Landweg dauert die Reise ca. 6 Stunden. Das hängt von der Wartezeit am Zoll und am internationalen Tunnel ab. Ein einmaliges Erlebnis dank der eindruckvollen Landschaft, die man während der ganzen Fahrt genießen kann, einschließlich dem Anblick des mächtigen Aconcagua, dem höchsten Berg Amerikas. Bei dieser Reise muss man das Klima beachten, da es während der Wintermonate möglich ist, dass die Passstraße während Stunden oder Tagen wegen der Schneeanhäufung gesperrt sein kann.

Von Buenos Aires nach Mendoza sind es 1100 km auf dem Luft- oder Landweg.. Wer von Buenos Aires nach Mendoza fliegen möchte, kann den Flug ab dem Inland-Flughafen Jorge Newbery antreten aber nicht ab dem Internationalen Flughafen Pistarini, bekannter als Ezeiza (EZE).

Auf dem Landweg braucht man für die Strecke Buenos Aires-Mendoza ca. 10 Stunden, während das Flugzeug nur 1 Stunde 20 Minuten benötigt. Die Busse Buenos Aires- Mendoza haben ein sehr gutes Angebot in verschiedenen Preislagen gemäß den Dienstleistungen.

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